Berlecon: Mit E-Business-Standards zu effizienten Geschäftsprozessen Drucken E-Mail
Donnerstag, 28. Januar 2010

E-Business-Standards sind eine wichtige Voraussetzung für effiziente E-Business-Prozesse.

So konnten fast 80 Prozent der Unternehmen durch den Einsatz von E-Business-Standards ihre Geschäftsprozesse beschleunigen und mehr als die Hälfte der Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben in einer besseren Wettbewerbssituation. Zu diesem Ergebnis kommt die heute von Berlecon Research und PROZEUS veröffentlichte Studie "E-Business-Standards in Deutschland – Bestandsaufnahme, Probleme, Perspektiven". Für die Studie befragten die Analysten von Berlecon mehr als 1.000 deutsche Anwenderunternehmen und führten detaillierte Interviews mit zahlreichen Marktexperten.

E-Business ist mittlerweile ein zentraler Bestandteil des Geschäftsalltags: Knapp die Hälfte aller deutschen Unternehmen wickelt heute ihre Einkaufs-, Vertriebs- oder Logistikprozesse über elektronische Netze ab. E-Business-Standards spielen dabei eine entscheidende Rolle, da mit ihrer Hilfe exakt festgelegt werden kann, wie Daten zwischen den beteiligten Systemen ausgetauscht werden. Sie bilden damit die Grundlage des automatisierten elektronischen Geschäftsdatenaustauschs.

In Deutschland nutzt derzeit etwa ein Drittel aller Unternehmen mit elektronischen Geschäftsprozessen E-Business-Standards wie bspw. GTIN, eCl@ss oder EDIFACT. Gut ein Zehntel plant dies innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Dabei bringen E-Business-Standards den Unternehmen zahlreiche Vorteile: Durch ihren Einsatz haben fast 80 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftsprozesse beschleunigt und zwei Drittel ihre Datenqualität verbessert. Über die Hälfte der Unternehmen befindet sich nach eigener Einschätzung in einer besseren Wettbewerbssituation.

Aber vor allem kleinere Unternehmen profitieren von diesen Vorteilen häufig noch nicht. Denn während fast zwei Drittel der großen und knapp die Hälfte der mittelständischen Unternehmen mit E-Business-Standards arbeiten, liegt der Anteil der kleinen Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bei gerade einmal 16 Prozent. "KMU führen Standards oft erst dann ein, wenn der Druck von außen wächst, also wenn etwa große Kunden danach verlangen", stellt die Lead-Analystin der Studie, Dr. Katrin Schleife fest. Nach Meinung zahlreicher Marktexperten sind KMU über die Vorteile des Standardeinsatzes für ihre internen und externen Prozesse häufig nur unzureichend informiert.

"Auch wenn sich der Wissensstand seit unserer Studie aus dem Jahr 2003 deutlich verbessert hat, besteht in den Unternehmen im Hinblick auf E-Business-Standards noch erheblicher Informationsbedarf", so die Berlecon Analystin. Dabei stellt nicht zuletzt die große Vielfalt der verfügbaren E-Business-Standards für Unternehmen aller Größenklassen eine – durchaus nachvollziehbare – Herausforderung dar. Dr. Schleife: "Die Harmonisierung und Kompatibilität von E-Business-Standards muss stärker in den Fokus der Entwicklungsaktivitäten rücken."

Die heute von Berlecon Research und der vom BMWi geförderten Maßnahme PROZEUS veröffentlichte Studie gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Einsatz von E-Business-Standards in Deutschland. Sie analysiert den Status-quo sowie wichtige Entwicklungen in der Standardnutzung und liefert auf dieser Grundlage praxisnahe Handlungsempfehlungen für Anwenderunternehmen, IT-Dienstleister, Technologieanbieter und die Politik. Die aktuelle Analyse ist eine Neuauflage der Studie E-Business-Standards in Deutschland, die Berlecon Research 2003 im Auftrag des BMWi erstellt hat. Sie beleuchtet daher auch Entwicklungen und Fortschritte in der Standardnutzung seit 2003.

Die Studie basiert auf den Ergebnissen einer umfassenden repräsentativen Befragung unter mehr als 1.000 deutschen Anwenderunternehmen sowie zahlreichen Interviews mit renommierten Marktexperten.

Die Studie steht unter www.berlecon.de/standards2010 zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 

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